Stellungnahme Klimanetzwerk Emmen zum F35

Als Klimanetzwerk Emmen ersorgen wir die Umweltbelastung und die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch den neuen Kampfjet F-35. Der Flugplatz befindet sich in dicht besiedeltem Gebiet. Die Belastung der Bevölkerung durch den regulären Flugbetrieb ist bereits jetzt gross, nun sollen zusätzlich noch Flugbewegungen mit dem nachweislich sehr lauten F-35 dazu kommen. Die Start- und Landemanöver grenzen für die in unmittelbarer Nähe wohnende Bevölkerung an gesundheitsgefährdende Lärmbelastung.

Wir sind nicht gegen die Armee, ist uns doch bewusst, dass die Schweiz sich verteidigen muss. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass angesichts der neuesten Entwicklung in der Kriegsführung die Flugabwehr mit Boden-Luft-Systemen, die Cybersicherheit und vor allem die Drohnenabwehr wichtiger sind als luftkampffähige Superjets.

Wir bitten Sie deshalb, möglichst wenige Kampfjets zu kaufen und die Übungsflüge so weit wie möglich an Simulationsgeräten durchzuführen. Auch hilft es der Bevölkerung, wenn wirklich notwendige Trainingsflüge im Herbst und Winter oder bei schlechtem Wetter durchgeführt werden. Dann sind Menschen und Haustiere weniger im Freien und der Lärm ist in den Wohnungen besser erträglich.

Ein besonderes Augenmerk sollte dem Freibadbetrieb Mooshüsli gewidmet werden. Es ist absolut beängstigend, wenn Flugzeuge in Sichtdistanz zum Cockpit über die Köpfe hinwegdonnern. Sehr oft beginnen kleine Kinder erschreckt zu weinen. Wir bitten Sie deshalb dringend, an schönen Sommertagen Starts und Landungen über dem Mooshüsli zu unterlassen.

Wir bitten Sie auch zu prüfen, ob allen Anwohner Innen in und um die Flugschneise Pamirs abgegeben werden könnten, welche zu den Start- und Landezeiten der Jetflieger im Freien getragen werden könnten.